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Chronologie

Session 2016/2017 – Ein bunter Fasching vom Rhein bis nach Rain

Dass die Blumenstadt Rain es gerne etwas bunter hat, ist vielen bekannt. Doch dieses Jahr haben wir den Fasching mit unserem Motto „Rainstes Farbenspiel – Ein wirklich bunter Abend“ unseren Ausflügen und Aktionen fast noch bunter als sonst erlebt. Egal ob der gut besuchte traditionelle Tillywurm, unser Weiberfasching oder unsere Bunten Abende, alles lief wie ein Uhrwerk. Ich könnte jetzt nur noch schreiben, wie toll doch unsere Session war, aber hierbei geraten immer die gleichen Personen in den Hintergrund, die viel mehr nach vorne gedrückt gehören. Denn ein guter Umzug kommt nicht von Ungemein, ein willensstarker unermüdlicher Umzugsleiter muss gefunden werden, eine tatkräftige Crew, die fast 15 Stunden durcharbeitet und immer dieselben Leute die die kleinen Streitigkeiten schlichten oder einfach nur für den notwendigen Klamauk sorgen. Ohne diese Menschen oder Gesichter würden wir nicht solch ein Event mit bis zu 10.000 Gästen/Zuschauern und 85 Umzugsteilnehmer – Wägen wie auch Fußgruppen – managen können, dass nebenbei noch ohne große Probleme über die Bühne ging.

Mit Tradition im Rücken lässt sich das natürlich leicht sagen, höre ich hierbei gerne aus vielen Richtungen. Ja, Rain war und ist eine Hochburg des Nordschwäbischen Fasching, wir haben das nicht in die Wiege gelegt bekommen, nein das haben Generationen vor uns sich hart erarbeitet und wir sind unglaublich dankbar hierfür. Das können Veranstaltungen wie unseren traditionellen Weiberfasching in Rain nur noch weiter hervorheben. Ein Balance-Akt ist uns hierbei und unseren Vorgängern gelungen, zwischen alt und neu, zwischen jung gebliebenen und jungen Menschen. Die eine Hälfte feiert in unseren gastronomischen Betrieben den urtypischen bayerischen Weiberfasching, die andere Hälfte feiert mit Hitradio RT1 Nordschwaben und uns am Rathausplatz eine geniale Party. Auch dieses Jahr konnten wir hierdurch die Partystimmung bis um 1 Uhr mit bis zu 3.500 Gästen am Rathausplatz oben halten und nebenbei auch noch kontrolliert, was uns die Polizei vor Ort sehr gedankt hat. Doch auch hier sind diese kleinen Geister, die bis um 4 Uhr in der Nacht die Hauptstraße von der Partymeile zurück zum normalen Arbeitsbetrieb umbauen und davor natürlich auch aufgebaut haben, die eigentlichen Helden, nicht der Superman der um 2 Uhr sein Kostüm auszieht, egal welcher Beschäftigung er vor hat nachzugehen. Aber auch hier können wir von unserer über die Jahre gelernten Technik profitieren und Ja, die Technik macht es.

Technik, ein gutes Stichwort. Unser Bunter Abend war auch dieses Mal voll von technischer, choreographischer und wortgewandter Technik. Wir hatten ein wunderschönes Kinderprinzenpaar und Prinzenpaar, geniale Tänze und Wortbeiträge die Lachkrämpfe erzeugen konnten. Eingespielte Choreographen, Autoren und Planer haben wieder mehr als 4 Stunden Unterhaltung präsentieren können, eine Sache die sich jeder Faschingsverein gerne wünscht. Aber auch hier fällt mir wieder auf, dass es gewisse Zahnräder in diesem Uhrwerk gibt, die leise vor sich her arbeiten und fast nicht auffallen. Die kleinen Bühnengeister die am Bühnenbild schrauben, die Techniker die noch schnell vor Beginn eine Birne tauschen oder das Gardemädchen, was noch schnell Getränke in den Umkleiden der kleinen Garden verteilt. Eigentlich Sachen, die im Glanz des Auftrittes und der Darbietungen wenig Platz finden oder selten gesehen werden, aber doch so essentiell sind.

Wichtig ist auch der Nachwuchs und auch dieser konnte durch seine zahlreichen Auftritte bei unseren Veranstaltungen und auch deren von anderen Vereinen glänzen. Hierbei kommen unsere Betreuer und Trainer gerne auch an ihre Belastungsgrenzen, was jeder versteht. Wir können nur hoffen, dass das Bier oder der Cocktail am Bunten Abend und ein Gespräch über die aktuelle Kindererziehung und die Macken von so manchen Eltern haben, dies entschuldigt und sie auch nächste Session wieder diese Horde an Kinder managen, die wir aktuell durch sie zum Tanzen bringen.

Jung sind wir uns dieses Jahr auch an anderer Stelle in Deutschland vorgekommen. Mit einer kleinen Abordnung sind wir dieses Jahr in Monheim am Rhein bei deren Karneval aufgeschlagen. Hauptsächlich um über unseren dort gebürtigen neuen Stadtpfarrer einige Geschichten zu erfahren. Erfahren haben wir aber nur, dass es dort nicht wirklich Leute in unserem doch recht jungen Alter gibt, die Vereine führen, obwohl dort fast jede Garde einen eigenen Verein führt. Es war ein wirklich interessanter Ausflug in die kölschen Karnevalsgefilde und zeigte uns auch, dass Fasching/Karneval in Vielfalt verbinden kann, nicht nur wegen dem Gegenbesuch der von den Monheimern schon angekündigt ist.

Ich habe diesen Fasching so schön wie seit langem nicht mehr erlebt und hoffe, dass meine Zeit (jetzt 10 Jahre aktiv) mit 27 noch lange nicht zu Ende ist und ich noch lange Teil dieses Uhrwerkes sein kann. Egal wo der Zeiger gerade hinzeigt, welche Bestandteile des Uhrwerks dazu kommen oder sich austauschen. Es ist egal, wie die Zahnräder ticken oder aussehen, an Fasching ist nur eines wichtig, der Takt in dem die Uhr tickt und der Beat springt. Ich hoffe das dieser Text wieder viele dazu veranlasst die Sessions-Uhr erneut aufzuziehen und sich auf die nächste Session zu freuen. Fasching/Karneval ist für alle Menschen und wir, egal vor oder hinter der Bar, teilen uns hierbei alle Eines und zwar jede Sekunde in diesem und jetzigen närrischen Moment.

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