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Chronologie

Session 1992/1993 – 20 Jahre FCR

Bei der Generalversammlung 1992 wurde die bisherige Führung des FCRs im Amt bestätigt. Das Präsidium der Session bestand daher aus folgenden Personen: Präsident Paul Schumann, Vize-Präsident Jörg Merk, Hofmarschall Rainer Forster, Schatzmeisterin Anne Chmielorz und Schriftführerin Gudrun Merk.

92_93_bild3In das Komitee der Jubiläums-Session wurden 20 Komiteeler gewählt, darunter 5 Neuzugänge u. a. die Tollitäten der Session 1992 Sigrid Zach und Rainer Geier.

Die neue Mannschaft beginnt bereits am 30. März mit der Vorbereitung der kommenden Session. An diesem Tage findet die erste Komiteesitzung statt. Ein Veranstaltungstermin steht bereits fest. Der Start in die tillynesische Session erfolgt am 7. November mit dem Rosenball.

Über 400 Narren und deren Freunde haben den traditionellen Rosenball des FCRs besucht. Im Palmenhaus der Firma Dehner, wo der Saisonauftakt zu den tollen Tagen stattfand, wurde gleichzeitig das 20-jährige Bestehen des Vereins begossen. Zu den Programmpunkten des Abends gehörten die Tanzformation „Italo Dream“ des Neuburger Turnier- und Showtanz-Klubs, die übers Parkett wirbelten. Nach der Vorstellung der Garde, den Tillygirls, bekam auch der Show-Nachwuchs eine Chance: Mit kristallklarer Stimme und schönen Songs verzauberte Marion Hübner aus Höchstädt die Gäste. Um 1 Uhr was es dann soweit: Paul Schumann verabschiedete sich mit Rosen von den Tollitäten der abgelaufenen Saison. Das neue Paar, diesmal waschechte Rainer, wurden anschließend vorgestellt. Christine I. und Robert I. (Christine Fuchs und Robert Oberfrank) werden in der Jubiläums-Saison Tillynesien regieren.

92_93_bild2Am 14. November fand im Pfarrzentrum in Rain eine interne Feier statt, zu der „Geburtshelfer“, Präsidenten und Förderer eingeladen wurden. Es regnete Orden für 24 Männer und Frauen an diesem Abend. Zum Schluss ehrte Präsident Paul Schumann einen ebenfalls seit Jahren wichtigen Mann im Verein. Komiteemitglied Alfred Nitsche gebühre der „Große Verdienstorden“. Jahrelang chauffierte er die Garde von Auftritt zu Auftritt, half beim Saalschmücken und sorgte in der sessionsfreien Zeit auch – auf eigene Kosten – für Unterhaltung der FCR-Aktiven.

Der insgesamt 15. Bunte Abend begeisterte mit internationalem Flair im „Rainland“. Eine Prämiere fehlte in diesem Jahr auch nicht: Zum ersten Mal trat der Rainer Vokalkreis auf. In Manier der „Comedian Harmonists“ durchstreifen sie musikalisch die Lechmetropole. Zuvor hatte der Adel seinen Auftritt gehabt. Minirosenfee Sabine I. (Sabine Lutz) und Minizuckerbaron Christian I. (Christian Gut), drehten schüchtern ihre Runden auf dem Parkett. Leidenschaftlicher ging es beim Prinzenpaar Christine I. und Robert I. zu. Der Zuckerbaron wickelte seine Fee tanzend aus dem Kleid, wie sonst Rosen aus dem Papier. Am Ende des „ersten“ Teils des Abends wurde der Direktor der Südzucker AG in Rain, Dr. Henk van Malland, zum Ritter geschlagen. Er führt fortan den Titel: „Erster Rüben-Parnass; Domestos Maximus über Dampf, Duft und Dicksaft.“ Die „Tilly-Girls“ (darunter zwei Herren) zeigten mit einer Federboa auf dem Haupt, was Karneval auf südamerikanisch heißt. Weniger grazil, doch ebenfalls sehr effektvoll, verwandelte sich die Männergarde „Die Confettis“ in griechische Schönheiten, die nicht im Olymp, sondern absolut synchron vor ihrem Spiegelbild tanzten.

Ganz schön weiß wurde dem, der am Sonntagnachmittag den „Tillywurm“ durch Rains Hauptstraße ziehen sah – und das nicht nur wegen der Konfettikanonen, die von den Narren auf vielen Wägen „stationiert“ worden waren. Im dichten Schneesturm harrten Tausende der farbenfrohen Kolonne, die nicht nur Lokales aufs Korn nahmen. 20 Gaudiwägen, fünf Musikkapellen und ungezählte Fußgruppen sorgten dann dafür, dass die Zuschauer nicht ans Frieren dachten.

Die Konfettiflut beim Tillywurm 1993 war Anlass für Anfragen der Stadträte Günther Wintermayr und Ludwig Straubinger – letzter selbst aktiver „Maskerer“ – in der Stadtrats-Sitzung. Über ein Verbot von „Konfettikanonen“ beim Tillywurm 1994 wird im Ratsgremium jedenfalls ernsthaft nachgedacht, zumal es auch andernorts „ohne“ geht. Rechtzeitig vor dem nächsten Faschingsumzug wird sich der Stadtrat, so war man sich einig, endgültig mit den Einwänden befassen.

Und somit war die Jubiläums-Session des FCR beendet und es konnten neue Pläne für die kommenden Jahre geschmiedet werden.

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