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Chronologie

Session 1986/1987 – Dr. h.c. für den Donau-Lechler Faschingsboten

Am 08. März 1986 um 20:00 Uhr fand die Generalversammlung im Gasthaus Karrer statt.

Wieder gewählt wurde Präsident Paul Schumann. Ihm zur Seite standen unverändert sein Vize Bernhard Bischoff, Schriftführer Robert Oberfrank und die Schatzmeisterin Anne Chmielorz. Neu in dieser Session war der Hofmarschall Gerd Doster, der dieses Amt wieder mit Leben füllen sollte, da in der Session 1985/1986 dieser wichtige Posten verweist war. Das Komitee bestand in dieser Session aus 15 Mitgliedern. Tags darauf ging das „neue Komitee“ gleich baden – in die Königstherme nach Königsbrunn.

Pünktlich am 11.11. um 11:11 Uhr verkündete der Präsident des Faschingsclub Rain die Proklamationsschrift über die Erhebung der ehemaligen Stadt Rain und selbstständigen Hauptstadt Tillynesien. Bürgermeister Karl Würmseher wurde des Amtes enthoben und zugleich als unentgeltlicher Oberster Berater und Hüter der Ratsgeschäfte engagiert. Die Ortsschilder bekamen den Zusatz „Hauptstadt von Tillynesien“ und ein Wegzoll von 11,11 Mark für Ein- und Ausreisende wurde festgesetzt.

Am 15.11.1986 um 19:30 Uhr eröffnete Paul Schumann den Rosenball im Pfarrsaal, der bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Es spielte die Band Jolly Sound und als besondere Attraktion fand dieses Jahr eine Faschingsmodenschau statt. Die über 100 Kostüme stellte die Fa. Völk zur Verfügung. Kurz vor Zwölf war es dann soweit: Nachdem das Komitee gezeigt worden war, wurde das neue Prinzenpaar Sabine Müller und Rainer Forster vorgestellt. Um 1:00 Uhr verstummte die Musik und der Rosenball war zu Ende.

Im Januar 1987 fanden die 3 Bunten Abende erstmals im Pfarrzentrum statt. In einem 5 stündigen Mammutprogramm wurden alle Register gezogen: Hübsche Mädchen, stimmungsvolle Sänger, Märchenerzähler und ortskundige Büttenredner waren die Garanten für den Erfolg. In den „Olymp der Tillynesischen Herrlichkeit“ wurde ein Mann erhoben, der alle Narrenstationen hinter sich hatte. Detlef Krämer wurde 10. FCR Ritter. Der Donau Lechler Faschingsbote (Frau Sophie Feil) hatte dieses Jahr wieder besonders fleißig recherchiert, wie sonst hätte sie in 64 Minuten so viel durch den „ Kakao“ ziehen können.

Karl Würmseher machte gute Miene zum bösen Spiel und kramte in der Geschichte.

Ermittlungen der Historiker hätten ergeben, dass Rain im Jahre 1643 Universitätsstadt gewesen sei, eine Fakultät der damaligen Landeshauptstadt Ingolstadt. Durch Kurfürsten Maximilian I. dürfe die Stadt Rain einmal in jedem Jahrhundert einer verdienten Persönlichkeit die Doktorwürde der Universität Ingolstadt-Rain verleihen. Es wurde durch ihn am 1. Januar 1987 „einstimmig“ beschlossen, Frau Sophie Feil als „Göttin der Weisheit“ „für ihr fachkundiges Registrieren des Zeitgeschehens“ zu würdigen und ihr den Titel „honoris causa“ zu verleihen.

Im Anschluss an die Bunten Abende fand im Pfarrsaal am 07. Februar 1987 die „Nacht der Vereine“ statt.

Als Höhepunkt war auf vielfachen Wunsch wieder eine Modenschau geplant, wie sie beim Rosenball bereits stattgefunden hatte. Diese wurde mit wahren Beifallsstürmen bedacht.

Am 01.03.1987 um 14:00 Uhr zog wieder der traditionelle Tillywurm durch Rain. Der Zug schlängelte sich in anderer Richtung (diese wurde geändert) von der Kraftwerkstraße über Donauwörther Str., Hauptstr., Bahnhofstr., Bürgermeister-Bleimeier-Str., Schloßtraße und wieder der Hauptstraße bis zum Rathausplatz. Dort fand das große Zugabschlussfest statt.

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